Achtung
ACHTUNG ! Falsche Mehltau !

Der Falsche Mehltau ist die gefürchtetste Krankheit bei Gurken und Gurkengewächsen (Zucchini, Kürbis, Melone und auch bei Aubergine).
Innerhalb von wenigen Tagen macht er die Pflanze kaputt.
Bereits mit dem Sichtbarwerden der ersten Falscher Mehltau-Flecken sollte sofort gehandelt werden.
Früh zu erkennen ist der Falsche Mehltau an den kleinen gelbbraunen Flecken auf der Blattoberseite mit eckiger Form. Sie sind deutlich begrenzt durch die kleinen Blattadern.
Die Anzahl und die Größe der Flecken nehmen schnell zu.
Nach wenigen Tagen werden die Blätter gelb und sterben dann vertrocknet ab.
Die Pflanze stellt die Fruchtbildung ein und stirbt ab.
Gegenmaßnahmen:
Bei ersten Anzeichen die befallenen Blätter entfernen und entsorgen (Hausmüll).
Trotzdem sind Pilzsporen freigesetzt, deshalb Bekämpfung entweder:
biologisch: Zwiebel-Jauche, 1:20 verdünnt aufspritzen (Jauche 14 Tage gären lassen).
Oder wenn gar nichts hilft, bzw. es schon zu spät ist:
chemisch: z.B. Spezial Pilzfrei Aliette von Bayer. Es ist ein systemisches Mittel, das von der Pflanze aufgenommen wird und dadurch auch an Stellen gelangt die man sonst übersieht. Wartezeit 4 Tage; für Bienen ungefährlich.
ACHTUNG ! Schlafmohn !

Achtung
Schlafmohn !
Alle Teile enthalten Morphium, vor allem in dem Milchsaft.
Daraus wird Opium hergestellt.
Der Anbau ist in Deutschland verboten, bzw. genehmigungspflichtig. Auch als Zierpflanze !
Bei nicht vorhandener Genehmigung, verstößt man gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG).
Das kann bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe oder zu einer empfindlichen Geldstrafe führen (§29, Abs. 1 BtMG).
Sie verbreitet sich teilw. durch Wildblumenmischungen, Wind und Vögel.
Deshalb: Solltet ihr Schlafmohn im Garten haben ….
Raus damit, so schön er auch ist.
ACHTUNG ! Rebenpockenmilbe

Rebenpockenmilbe
Schadbild: Blattoberseitig sieht man pockenartige Erhebungen; Blattunterseitig filzartige, behaarte Vertiefungen.
In dem Filz befinden sich die etwa 0,15mm kleinen Milben und saugen sich voll
Sie wandern dann im Spätsommer die Blattstiele herunter um zwischen den Knospenschuppen zu überwintern.
Im Frühjahr wandern sie dann wieder auf die Blätter zurück.
Vorbeugen: Am besten die befallenen Blätter entfernen sobald man den Befall erkennt.
ACHTUNG ! Schwarzer Rindenbrand an Kernobst

Schwarzer Rindenbrand an Kernobst
Meistens werden Apfel- oder Birnenbäume befallen-
Es handelt sich um einen Pilzbefall: Diplodia
Durch Verletzungen kann der Pilz ins Holz eindringen; z.B. durch Schnittwunden oder Rindenrisse bei Temperaturextremen im Sommer.
Schadbild: Es bilden sich warzige Erhebungen auf der Rinde, die dann aufreißen und den schwarzen Fruchtkörper sichtbar machen.
Oft löst sich die Rinde auch komplett ab. Das Holz liegt dann schwarz
verfärbt frei ( daher auch der Name ).
Vorsorge: Die Bäume bestmöglich mit Wasser und Nährstoffen versorgen.
Bei Befall: Da die Symptome meistens am Stamm und an den Hauptästen auftreten
ist ein Rückschnitt nicht möglich. Wenn der Pilz einmal im Baum ist gibt es
nur eine Möglichkeit:… Roden, denn der Pilz befindet sich auch in allen
anderen Teilen des Baumes. Auch wenn man das nicht sieht !
ACHTUNG ! INVASIVE PFLANZEN: NEOPHYTEN und EINHEIMISCHE
Wohl alle Kleingärtner haben in ihrem Garten schon Pflanzen entdeckt die sie doch gar nicht gesetzt haben. Mit kräftigem Wuchs und gar schöner Blüte erfreut das Unbekannte den Gärtner.
ABER:
Unter den einheimischen Pflanzen gibt es eine Menge „übergriffiger“ Arten, deren Ausbreitungsdrang bei mangelnder Gartenpflege rasch zu einem „verunkrauteten Kleingarten“ führt, der nur durch eine Rekultivierung mit der Grabgabel (mind. 30 cm tief) zu retten ist.
Giersch, Schachtelhalm, Klee, Löwenzahn, Brennnessel und Co., mögen sie auch essbar oder anderweitig nutzbar sein, sollten rechtzeitig erkannt und eingedämmt werden.
Ein Großteil der übergriffigen Pflanzen verbreitet sich über Rhizome/Wurzelausläufer (z.B. Giersch und Schachtelhalm), die sich horizontal unter der Erdoberfläche verbreiten und durch Fräsen oder mit dem Spaten nur zerteilt werden, aber in allen Teilen neu austreiben !
(Fotos unten)
Andere verbreiten sich vornehmlich über Luft / Wind („Pusteblume“/Löwenzahn), weshalb nach dem Blütenstand auf rechtzeitige Entfernung des Samenstandes zu achten ist, sonst hat man mehr zu tun als einem lieb ist und gefährdet zudem die Nachbargärten.
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Ja, aber leider breiten sich nicht nur (unerwünschte) heimische Beikräuter rasch aus, sondern immer häufiger auch ungewollt eingeschleppte sowie bewusst importierte
Pflanzenarten, die aus anderen ökologischen Lebensräumen stammen und hiesigen Insekten nur teilweise Verwertbares bieten und durch ihre rasche Verbreitung (durch Wurzelausläufer wie beim Bambus oder per Luftfracht wie bei Goldrute und Sommerflieder) heimische Pflanzenarten unterdrücken; wir sprechen von „invasiven Neophyten“.
Den Riesenbärenklau (Herkulesstaude) und den Staudenknöterich wird man wohl in einem Kleingarten (hoffentlich) nicht vorfinden, aber es gibt auch „potentiell invasive“ Arten; wohlbekannt, aber auch überraschend, wie: Kirschlorbeer, Kanadische Goldrute, Sommerflieder/Schmetterlingsstrauch, Kugeldistel, Topinambur, Mahonie, Chinaschilf.
Auch hier ist einiges essbar (z.B. Wurzelknollen von Topinambur und Ingwer) oder anderweitig nutzbar. Aber auch hier gilt: Ausbreitung eindämmen, durch Wurzel-sperren bzw. rechtzeitigem Rückschnitt des Samenstandes !
Das Bundesamt für Umweltschutz hat 3 Listen erstellt (nach Dringlichkeit sortiert), die invasive Neophyten (Pflanzen- wie auch Tierarten) auflisten.
https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/1133/file/Schrift654.pdf
Sehr informativ ist auch das „Handbuch invasiver Neophyten“ des NaturGarten e.V.
https://naturgarten.org/wp-content/uploads/2021/02/Handbuch_final_Nov2020_weiss-klein.pdf